Hebekissen – Handling mit „Feingefühl“

Start in den Übungsdienst 2018. Themen für die nächsten vier Montage sind: Hebekissen , Einsatztaktik Aufzüge und im wöchentlichen Wechsel Planspiel oder Dienstsport.
Beim Thema Hebekissen, konnten die Feuerwehrmitglieder Ihr „Feingefühl“ spielerisch trainieren.

    

Fahrzeuge und Gerätschaften wieder einsatzbereit!

Nachdem die Brandwache um 0.00 Uhr einrücken konnte, war heute morgen das große Aufräumen auf dem Programm.
Ab 9.30 Uhr wurde gereinigt, geputzt und geprüft. Vielen Dank an alle Helfer, die alle Gerätschaften und Fahrzeuge wieder Einsatzklar machten.

Pressebericht zum Großbrand Galvanikbetrieb

Brand bei der Fa. Knoblauch / Galvanikbetrieb in Geislingen

Am 01.01.2018 um 10.29 Uhr, wurde die Feuerwehr Geislingen zu einem Brand bei der Firma Galvano Knoblauch alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das gesamte Obergeschoss des Galvanikbetriebes auf einer Fläche von rund 400 m2 bereits im Vollbrand.

Im Verlauf des Einsatzes wurden folgende Feuerwehren zur Verstärkung angefordert:
Teilorte der Stadt Geislingen, Feuerwehr Amstetten (Alb-Donau-Kreis), Löschzug aus Göppingen, Gefahrstoffzug aus Salach, Fachberater Gefahrstoff von der Werkfeuerwehr Zeller&Gmelin mit der Komponente Löschwasseranalytik.

Mit Hilfe von drei Drehleitern und mehreren Trupps im Innenangriff wurde der Brand massiv bekämpft. Eine Brandausbreitung auf weitere Gebäudeteile konnte dadurch verhindert werden, so dass nur das Obergeschoss mit seiner Galvanik auf einer Fläche von rund 400 m2 ausbrannte. Im Brandbereich befanden sich Galvanikbecken mit mehreren Kubikmeter Natronlauge sowie Salzsäure sowie diverse Galvanikbäder mit Zink- und Nickelverbindungen.

Da auch größere Mengen an Polypropylen verbrannten entstand eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule. Die Bevölkerung im betroffenen Stadtgebiet von Geislingen wurde daher aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Nach Aussage von Kreisbrandmeister Dr. Reick ist Brandrauch zwar immer gefährlich und giftig, eine besondere Gefährdung durch den Brandrauch habe für die Bevölkerung allerdings nicht bestanden.

Ein besonderes Augenmerk wurde dem Löschwasser beigemessen. Durch die Fachberater Gefahrstoff und deren Messteams wurden zahlreiche Wasserproben genommen und noch vor Ort analysiert. Das Löschwasser wies eine sehr hohen pH-Wert auf und erhielt erwartungsgemäß hohe Werte an Nickel, Zink und Sulphat. Das vor Ort im Brandabschnitt zurückgehaltene Löschwasser wurde von insgesamt drei Saugfahrfahrzeugen eines Spezialunternehmens aufgenommen. Auch in der Kläranlage von Geislingen wurden Wasserproben entnommen denn aufgrund des auch dort erhöhten pH-Wertes war klar, dass auch Löschwasser in die Kanalisation gelangt war.

Mehrere Feuerwehrangehörige verspürten trotz der Brandschutzkleidung ein Kribbeln auf der Haut und wurden entsprechend dekontaminiert. Ein Feuerwehrangehöriger hat eine stärkere Verätzungen erlitten.

Erschwert wurden die Löscharbeiten auch durch die auf der Dachfläche montierten Photovoltaikanlage. Zwar wurde der gesamte Gebäudekomplex vom Stromnetz getrennt, jedoch war durch die PV-Module noch auf Leitungen des Gebäudes elektrische Spannung vorhanden.

Die Einsatzleitung hatte Kommandant Jörg Wagner, zeitweise übernommen von Kreisbrandmeister Dr. Reick. Unterstützt wurde die Einsatzleitung von der Führungsunterstützungsgruppe Salach/Süßen.

Im Einsatz waren 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 23 Fahrzeugen, der Rettungsdienst war mit 21 Fahrzeugen an der Einsatzstelle.

Der Kreisbrandmeister lobte den mutigen und erfolgreichen Einsatz aller Einsatzkräfte. Nur dadurch war zu verhindern, dass weit größere Teile der Firma abgebrannt sind und dadurch wäre es zu einer noch weit größeren Umweltgefährdung gekommen. Oberbürgermeister Drehmer machte sich ebenfalls vor Ort ein Bild des Geschehens und war erleichtert, dass die Gefährdung für die Bevölkerung und die Umwelt durch den Einsatz der Feuerwehr minimiert werden konnte.

Neuerungen in der Zentralwerkstatt Atemschutz abgeschlossen

Die Neuorganisation der Abläufe in der ZAW sind nun abgeschlossen.

– Schwarz-Weiß-Trennung
– Anlieferung / Abholung
– Beschaffung der Meiko-Reinigungsmaschine – dadurch besser effizientere Reinigung und Desinfektion der verschiedenen Atemschutzbauteile und -masken
– Lagerung der Atemschutzmasken

Heute wurde der letzte Schritt vollzogen. Die neue Laptec-Software wurde auf dem Prüfstand installiert.
Weiterhin wurde ein Barcodescanner und ein Labeldrucker beschafft. Nun ist es möglich alle Atemschutzkomponenten entsprechend mit einem Barcode zu versehen und
bei der Bearbeitung durch die ZAW, im System schnell abzurufen. Alle Masken werden zusätzlich mit einem Label versehen, dass den nächsten anstehenden Prüfmonat ausweist.

Somit ist die ZAW für die zukünftigen Aufgaben und den hohen Sicherheits- und Qualitätsansprüchen sehr gut aufgestellt!

Ein großer Dank gilt den beiden Mitarbeiter Benjamin Maunz und Holger Lobenhofer für die eingebrachten Ideen und der schnellen Umsetzung.


     
  

 

Übungsdienst – Schulung Atemschutz und Grundlagen Verkehrsunfall

Letzten Montag startet der letzte Ausbildungsblock für die Feuerwehrmitglieder des Löschzuges Stadt. Atemschutzunterweisung, Grundlagen Verkehrsunfall, Drehleiterausbildung, Durch die große Übungsbeteiligung der Feuerwehrmitglieder, mit teilweise über 40 Teilnehmern, machte es erforderlich den Übungsdienst anders zu organisieren. Es werden 3 Hauptthemen in einem 4 Wochenblock angeboten, unter anderem alle 2 Wochen Dienstsport. So haben alle Feuerwehrmitglieder die Möglichkeit, trotz Schichtarbeit oder bei Verhinderung an einem Übungsabend, an den Hauptübungsthemen teilzunehmen.

    


  

Langjähriger stellvertretender Kommandant aus Göppingen – Peter Melzer – verabschiedet

Mit einem Festakt wurde am Freitag (10.11.2017), im alten E-Werk in Göppingen, der langjährige stellvertretende Kommandant Peter Melzer verabschiedet.
Auch die Feuerwehr Geislingen sagt „Danke schön!“ für die freundschaftliche und sehr gute Zusammenarbeit. Wir wünschen Peter Melzer alles Gute im „Unruhestand“ und hoffen das Peter Melzer der Feuerwehrfamilie im Landkreis, im Rahmen von 65-Plus, noch lange erhalten bleibt!

Zwischen Robin Hood und Wengert – der Jahresausflug des Löschzuges Türkheim

Am Sonntag (29.10.2017) war es wieder soweit, der Löschzug Türkheim hatte seinen Jahresausflug angesetzt. Leider sah es zunächst fast so aus als würde der Ausflug für die 13 Türkheimer Feuerwehrkameraden sprichwörtlich ins Wasser fallen, nachdem in der Nacht das Sturmtief „Herwart“ über das Land gezogen war. Schlussendlich ließen sich die Kameraden von der „rauhen“ Alb aber von solchen Wetterbedingungen nicht beeindrucken oder gar abschrecken. Daher startete der Löschzug Türkheim auch pünktlich um 7 Uhr mit einem Kleinbus seinen Jahresausflug 2017. Begleitet von den letzten Sturmausläufern des Orkantiefs „Herwart“ und andauerndem Regenfall ging es los in Richtung Spiegelberg am Rande der Löwensteiner Berge.

Wie Robin Hood oder der Elf Legolas aus „Herr der Ringe“ durften die Türkheimer Feuerwehrkameraden sich dann auf dem 3D-Bogenschießparkours in Nassach bei Spiegelberg fühlen. Beim 3D-Bogenschießen wird auf lebensechte Tierfiguren aus Schaumstoff mit modernen Turnierbögen geschossen. Echte Tiere – soviel sei zur Beruhigung aller Naturfreunde an dieser Stelle gesagt – kommen dabei also nicht zu schaden. Weil sowohl die Ziele dreidimensional sind, aber auch die Schüsse nicht nur auf ebenem Feld wie beim klassischen Turnierbogenschießen sondern von unterschiedlichem Terrain auf die Zielfiguren abgegeben werden, spricht man hier vom „3D-Bogenschießen“. In drei Gruppen aufgeteilt machte sich die Türkheimer Wehr dann nach einer kurzen Einweisung in die Bogenschießtechnik auf den Weg in den Wald. Durch Astgabeln und Lichtungen hindurch, über Bachläufe hinweg, Waldhänge hinauf und Klingen hinab mussten die 13 „Jagdgefährten“ dann auf Wildschweine, Gemsen, Rehböcke, Feldhasen und manch anderes Getier mit ihren Bögen „Jagd“ machen. Alle Feuerwehrkameraden hatten den Dreh mit dem Bogen aber schnell heraus und als auch der Himmel glücklicherweise aufklarte, nachdem es zu Beginn des Parkours noch in Strömen geregnet hatte, war die „Pirsch“ auf die insgesamt 28 im Wald versteckten Ziele für alle Ausflügler letztlich ein Riesenspaß. Nachdem der Parkours von allen drei Gruppen nach gut dreieinhalb Stunden absolviert war, stärkte man sich bei einem gemeinsamen Vesper bevor es dann weiterging zum nächsten Ziel.

Das nächste Etappenziel war dann Mundelsheim am Neckar. In den Weinbergen rund um die Mundelsheimer Neckarschleife konnten die Feuerwehrkameraden bei einem entspannten Spaziergang durch den Käsberg den schönen Herbstsonntag in aller Ruhe so richtig genießen.  Der Mundelsheimer Käsberg ist ein bedeutendes Naturdenkmal in Baden-Württemberg. Die Weinberge sind hier wie ein riesiges Amphitheater in unzähligen kleinen Terrassen angelegt, die von der Neckartalsohle rund 100 Meter den Muschelkalkhang hinaufklettern. Damit liegen Sie für den Weinbau optimal windgeschützt und im perfekten Winkel zur Sonneneinstrahlung, die den Wein hervorragend reifen lässt. Die sogenannte „Käsbergkanzel“, eine Aussichtsplattform oberhalb des „Königshäusles“, erreichte der Türkheimer Löschzug dann durch die Rebstöcke hindurch über zahlreiche Weinbergstaffeln und konnte hier dann den herrlichen Ausblick über das Neckartal auf sich wirken lassen. Von der Qualität des Weines überzeugten sich die Feuerwehrkameraden dann selbst im Landgasthaus Schreyer-Hof in Hesigheim, in dem man kurz vor der Heimfahrt nach Geislingen nochmals eingekehrt war.

Den Tag in Ruhe ausklingen, ließen die Feuerwehrleute dann am Sonntagabend gemeinsam im Landgasthof Rössle wieder zurück im heimischen Türkheim. Ein großes Dankeschön – da waren sich alle Feuerwehrkameraden einig – galt an diesem Tag in jedem Falle Simon Bosch, der die Idee zu dem Ausflug hatte und diesen auch im Vorfeld organisierte.

Philipp S. Theiner – Löschzugführer Türkheim

  

Altersabteilung – Ausstellung „Unsere Vogelwelt“ besucht

Die Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen traf sich am 11.Oktober im Alten Bau, um vom Ornithologe und Initiator der neuen Abteilung unseres Heimatmuseums, 
Dieter Rockenbauch, der als profunder Kenner unserer Vogelwelt bekannt ist, bei einer Führung uns unsere heimische Vogelwelt und ihre Lebensräume vorzustellen. Mit viel Fachwissen
erklärte er, wie er in jungen Jahren zum Schutz mancher Vogelarten mit der Beringung, der Brutpflege, der Überwachung und Sicherung an unseren Felswänden begann, und sich so der
Vogelwelt angenommen hat. Man merkte, es ist seine Welt, wenn man die wunderschön gerichteten Vitrinen betrachtete. Mancher Vogel der oft von uns nicht beachtet wird, hat bei
ihm eine eigene Geschichte erfahren. Die über 250 Präparate beeindruckten uns, und mancher Vogel – ob klein oder groß, ob Zilpzalp oder Habicht – hat nun in unseren Gedanken
wieder an Bedeutung gewonnen. Der stellvertretende Zugführer der Altersabteilung bedankte sich bei Dieter Rockenbauch für diese tolle Führung und lud zum Ausklang zu
Kaffee und Hefezopf in die Feuerwache ein.

(Bild und Text: Wolfgang Köpf)