Zeitungsbericht der GZ – zur Hauptversammlung

Wehr bekommt neues Löschfahrzeug

Von Bernward Kehle
Stolz auf ihre Urkunden: Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen haben Kommandant Jörg Wagner und sein Stellvertreter Andreas Baumholzer zahlreiche Wehrleute befördert.

Ein Novum gab es in der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen am Freitagabend. Da der Lehrsaal im Feuerwehrmagazin zu klein für die rund 200 Personen war, begrüßte Kommandant Jörg Wagner die Feuerwehrleute,  Vertreter der Stadt, Gemeinderäte, Ortsvorsteher und Kommandant Michael Baumeister (Bad Überkingen), Kommandant Daniel Rinklin (Amstetten) und den neuen stellvertretenden Kommandanten der Göppinger Wehr, Karlheinz Widmeier, in der leer geräumten Fahrzeughalle.

Oberbürgermeister Frank Dehmer gab den Kauf eines Löschfahrzeugs LF 10 bekannt, für das beim Land ein Zuschuss von 90 000 Euro beantragt wurde. Weiter erhält die Zentrale Atemschutzwerkstatt ein neues Reinigungs- und Desinfektionsgerät. Im Haushaltsplan 2017 seien, so Dehmer, für die Umrüstung der Atemschutzgeräte 10 000 Euro, für neue Uniformen 15 000 Euro und für die Umrüstung der Funkzentrale auf Digitalfunk 25 000 Euro veranschlagt. Zudem bekomme die Wehr ein neues Bindemittellager für 32 000 Euro und die Zentrale Atemschutzwerkstatt eine „Schwarz-Weiß-Trennung“ für 47 000 Euro.  Bislang habe es in der Atemschutzwerkstatt keine Möglichkeit gegeben, die verschmutzten von den sauberen Atemschutzgeräten zu trennen.

Der Oberbürgermeister ging auf die größeren Einsätze der Feuerwehr im vergangenen Jahr ein, unter anderen auf den Brand im Krematorium, mehrere Küchenbrände und den Verkehrsunfall auf der Geislinger Steige, aufgrund dessen die Feuerwehr zwei Tage im Einsatz war.

Frank Dehmer bedankte sich bei den Wehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz und gratulierte Kommandant Jörg Wagner zu dessen Beförderung zum „Stadtbrandamtmann“.

271 Einsätze habe die Feuerwehr im Jahr 2016 gehabt, erläuterte Kommandant Jörg Wagner in seinem Geschäftsbericht. Dies waren 75 Brände (ohne Überlandhilfe), 23 Brände bei der Überlandhilfe, 91 technische Hilfen, 75 Brandsicherheitswachen und sieben sonstige Einsätze.

Besonders zufrieden zeigte sich Wagner, dass bei 92 Prozent aller Einsätze genügend Wehrleute, auch tagsüber während ihrer Berufstätigkeit, zur Verfügung stehen. Mit allen Geislinger Lösch­zügen habe die Wehr einen Personalstand von insgesamt 345 Personen. Wagner zog zusammenfassend ein überaus positives Resümee. Jugendwart Fabian Bühler berichtete über die Jugendfeuerwehr, die einen Stand von 29 Jungen und sechs Mädchen habe. Zwei Jugendliche sind in die Einsatzabteilung gewechselt.

Mit seinem Stellvertreter Mark Semmler und einem zehnköpfigen Betreuerteam sei die Jugendfeuerwehr gut aufgestellt. Insgesamt seien 22 reine Übungsdienste, unterteilt in feuerwehrtechnische Dienste und Dienste mit allgemeiner Jugendarbeit absolviert worden.

An der Wahl des stellvertretenden Kommandanten auf die nächsten fünf Jahre nahmen 125 wahlberechtigte Mitglieder teil.  Andreas Baumholzer, der dieses Amt schon seit fünf Jahren ausgeübt und wieder kandidiert hatte, erhielt 121 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und eine ungültige Stimme. Anschließend nahmen der Kommandant und sein Stellvertreter zahlreiche Beförderungen vor.

Viele Beförderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr

Zu Feuerwehranwärtern wurden befördert: Vanessa Schrag, Alexander Sing, Manssoureh Scheibert, Tim Beckmann und Gian-Luca Andrea Semmler. Ihre Beförderung zur Feuerwehrfrau oder -mann erhielten: Madlene Hörner, Benjamin Allgöwer, Markus Pflüger, Heiko Willmann, Michael Kupitz, Christoph Lamparter, Konstantin Lemke, Leonard Nowak, Rene Stellmach, Jan Stucke und Tobias Vogt. Oberfeuerwehrmann wurden Tobias Nahrstedt und Marc Bührle, Hauptfeuerwehrmann wurde Michael Schrade. Zum Lösch­meister (Funktion Gruppenführer) wurde Achim Benz, zu Oberlösch­meistern Thomas Birker, Wolfgang Bührle und Michael Schilling befördert. Hauptlöschmeister wurde Ernst Wudy und Brandmeister (Funktion Zugführer) wurde Holger Lobenhofer.

Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen

Stellvertretender Kommandant Andreas Baumholzer im Amt bestätigt

Am 24.03.2017 fand die Hauptversammlung der Feuerwehr Geislingen statt. Neu in diesem Jahr war, dass die Sitzung in der Fahrzeughalle der Feuerwache in Geislingen durchgeführt wurde. Der Vorteil des Ortswechsels war deutlich zu sehen, als die zahlreichen Teilnehmer und die Gäste, die Halle füllten. Kommandant Jörg Wagner konnte über 200 Feuerwehrmitglieder  aus den Löschzügen der Teilorte, die Jugendfeuerwehr und den Alterszug begrüßen. Zu den Gästen zählte auch Oberbürgermeister Dehmer, einige Mitglieder des Gemeinderates, der Stadtverwaltung und die Ortsvorsteher/-in der Teilorte. Herr Oberbürgermeister Dehmer überbrachte seine Grußworte gleich zu Beginn, da er noch einen weiteren Termin wahrnehmen musste.
Nach den Berichten des Kommandanten, des Schriftführers, des Fanfarenzuges, des Kassenverwalters, der Jugendfeuerwehr und des Alterszuges, erfolgte die einstimmige Entlastung der gesamten Feuerwehrführung durch die Versammlung.
Dann rief Kommandant Wagner alle aktiven Mitglieder der Einsatzabteilung zur Wahl des stellvertretenden Kommandanten auf. Amtsinhaber Andreas Baumholzer stellte sich zur Wiederwahl zur Verfügung. Mit einem deutlichen Ergebnis von 121 Ja-Stimmen, von den 125 abgegebenen Stimmen, wurde Andreas Baumholzer in das Amt wiedergewählt. Kommandant Wagner gratulierte Andreas Baumholzer sehr herzlich, nachdem er die Wahl angenommen hatte.
Beim Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ konnte Kommandant Wagner dem Förderverein des Fanfarenzuges und der Jugendfeuerwehr als Dankeschön für die Unterstützung beim Jahrestreffen der Alterszüge des Landkreis Göppingen in der Jahnhalle am 10.03.2017, eine Spende aus dem Erlös der Veranstaltung überreichen.
Kurz vor Abschluss der Versammlung ergriff – zur Überraschung des Kommandanten Jörg Wagner – noch Andreas Baumholzer das Wort. Er hielt Rückblick über die letzen 9 Jahre seit Kommandant Wagner, als hauptamtlicher Kommandant im Amt ist. Wie und was bewegt wurde und über die Entwicklung der Feuerwehr in dieser Zeit. Als Zeichen der Anerkennung und als Dankeschön für das Geleistete, überreichte Baumholzer Kommandant Wagner im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen ein Geschenk.
Mit den Dankesworten für diese Überraschung beendete Kommandant Wagner die diesjährige Hauptversammlung und man ging über in den gemütlichen Teil des Abends.

   

Kreisversammlung der Altersabteilungen der Feuerwehren – 30 Jahre Alterszug FW Geislingen

Vergangenen Freitagabend trafen sich alle Altersabteilungen der Feuerwehren des Landkreis Göppingen. Über 200 Feuerwehrmitglieder folgten der Einladung der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen. Traditionell konnten sich die Gäste, zu beginn, bei einem Vesper stärken. Altersobmann Walter Eberhard,  Ehrenkommandant Manfred Baumholzer und Kommandant Jörg Wagner, freuten sich über die zahlreich anwesenden Ehrengäste. So konnten Sie den Oberbürgermeister Frank Dehmer, den Kreisbrandmeister Prof. Dr. Michael Reick, den neuen Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden  Ulrich Volz und Herrn Polizeirat Jens Rügner begrüßen. Ebenfalls Frau Astrid Köpf als Vertreterin der Stadtverwaltung, Vertreter des Kreisfeuerfeuerwehrverbandes und Kommandanten der anwesenden Feuerwehren.
Der offizielle Teil des Abends wurde durch den Fanfarenzug der Feuerwehr Geislingen eröffnet. Obmann Walter Eberhard begrüßte alle Anwesenden. Nach den kurzen Grußworten von Oberbürgermeister Dehmer, Kommandant der Feuerwehr Geislingen Jörg Wagner, KFV-Vorsitzenden Ulrich Volz und KBM Michael Reick, verlas Walter Eberhard sein Jahresbericht, mit kurzen Rückblicken auf das vergangene Jahr und eine Vorschau, was für das Jahr 2017 vorgesehen ist. Mit 3 Musikstücken schloss der Fanfarenzug den offiziellen Teils der Kreisversammlung und alle Teilnehmer des Abends konnten bei netten Gesprächen und gemütlichem Beisammensein, den Abend weiter genießen.

     

Der Alterszug der Geislinger Feuerwehr feiert das 30-Jährige – Bericht der Geislinger Zeitung

Bernward Kehle |

In der Feuerwehrsatzung vom 26. Februar 1958 stand noch unter Paragraph 6, dass eine Altersabteilung nicht gebildet wird. Doch etliche Jahre später erkannten die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr und der Geislinger Stadtverwaltung, dass nach dem aktiven Dienst der Wehrleute eine Zugehörigkeit zur Feuerwehr aufrechterhalten bleiben muss.

Am 3. März 1986 trafen sich im ehemaligen „Gasthaus Kronprinzen“ Hans Fenzl, Gerhard Frey, Karl Jans, Walter Junga, Heinrich Scheck, Helmut Scheible, Manfred Stütz, Herbert Vogel und Paul Wittlinger zur ersten Zusammenkunft, um über die Aktivitäten der angestrebten Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen zu beraten. Im Mittelpunkt dieser Beratungen standen die weitere Zugehörigkeit der Wehrleute zur Feuerwehr, nachdem sie die Dienstaltersgrenze erreicht hatten oder wegen körperlicher Einschränkungen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden waren.

Der Feuerwehrausschuss, in dem Vertreter der Wehr – unter anderen Kommandant Erich Enderle – und von der Stadt Geislingen Oberbürgermeister Helmut von Au saßen, stimmte dem Vorhaben zu, eine Altersabteilung zu gründen. Dazu stellte der Ausschuss in der Feuerwehrsatzung die Regularien auf. Unter Punkt I steht, dass in die Altersabteilung unter Überlassung der Dienstkleidung übernommen wird, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat oder dienstunfähig wegen körperlicher Einschränkungen ist. In Punkt II ist festgelegt, dass der Feuerwehrausschuss auf Antrag Angehörige der Feuerwehr, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, aus der Aktiven-Abteilung in die Altersabteilung übernehmen kann.

Nach Gründung der Altersabteilung (Alterszug) bei der Geislinger Feuerwehr im Jahr 1987 übernahm Helmut Scheible den Vorsitz, den er nach 25 Jahren  2012 an Manfred Baumholzer abgab. Scheible war es nicht vergönnt, das 30-Jahr-Jubiläum „seines Alterszuges“ noch miterleben zu können. Vize ist – ebenfalls seit 2012 – Wolfgang Köpf. Baumholzer und er führen zusammen die äußerst lebendige Abteilung mit heute 73 Mitgliedern weiter. Dazu gehören die nicht mehr aktiven Wehrmänner aller Geislinger Löschzüge.

Außer monatlichen Treffen in gemütlicher Runde unternimmt der Alterszug jährliche Ausflüge mit interessanten Zielen wie etwa die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal oder das Feuerwehrheim in Titisee. Weitere Aktivitäten sind und waren Besuche des Geislinger Rotkreuzmuseums, ein Ausflug ins Feuerwehrmuseum Winnenden, technische Erklärungen zur neuen Drehleiter, ein Besuch bei der Polizei, Weihnachtsausstellungen im Alten Bau oder Weihnachtsmärkte in der Umgebung und mehr.

Wie Geislingens Feuerwehr-Kommandant Jörg Wagner berichtet, können Mitglieder des Alterzugs beim Projekt „65 plus – Senioren aktiv in unseren Feuerwehren“ mitmachen und  zum Beispiel Brandschutzerziehung in Kindergärten übernehmen. „Weil die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte immer schwieriger wird, können die Altersabteilungen ihre aktiven Kameraden im Rahmen von 65 plus unterstützen“, erklärt Jörg Wagner.

Nun, kommenden Freitag, 10. März, erfährt die Geislinger Altersabteilung beim Treffen aller Alterszüge des Landkreises Göppingen in der Geislinger Jahnhalle ihre besondere Würdigung. Als zweitgrößte Feuerwehr im Kreis Göppingen sieht sich die Feuerwehr Geislingen in der Pflicht, dieses Treffen auch einmal in der Fünftälerstadt abzuhalten. Beginn ist um 19.30 Uhr, Saalöffnung um 18.30 Uhr.

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Wie öffne ich einen Schließzylinder im Einsatzfall?….. 10 neue „Türöffner“ ausgebildet!

Tageslehrgang zum Thema „Türöffnung für Einsatzkräfte“

Am gestrigen Samstag (25.02.2017) wurden 10 Feuerwehrmitglieder zum Thema „Notfalltüröffnung“ ausgebildet. Der Ausbildungstag war in 3 Module aufgeteilt. Zu Beginn wurden die Rechtsgrundlagen aufgefrischt,  dann ging es aber schon an die praktische Ausbildung.

Modul 1: Zerstörungsfreies Öffnen
Aufbau und Funktion verschiedener Schlossarten – zerstörungsfreies Öffnen von Türen Einfach – und Doppelfalz – Fallendraht – Öffnungskarte- Paniktüröffner – Spiralöffner – Nussmesser – zerstörungsfreies Öffnen von Fenstern – Kippfensteröffner „Genius“ – zerstörungsfreies Öffnen von Buntbart- und Zuhaltungsschlössern – klassischer Dietrich – Sperrhakensatz (wenn bei Teilnehmer vorhanden) – Einsatztaktische Vorgehensweise bei Notfalltüröffnungen

Modul 2: Zerstörungsarmes Öffnen
Aufbau und Funktion von Profil- und Rundzylindern – Öffnen von Rundzylindern – Kern ziehen – Aufbohren und Durchschlagen – Ziehen von Profilzylindern – Kern ziehen – Zylinder ziehen
Brechen von Zylindern (wenn bei Teilnehmer vorhanden) – Knackrohr – Halligen Tool – Öffnen von verschlossenen Türen nach Zylinder/Kern Entfernung

Modul 3: Aufbauseminar
Unterschiede Hochwertige Profilzylinder ( Bausatzzylinder) – Fräsen von Profilzylindern – 6mm Frässtift – Fräsen von Profilzylindern mit Schutzbeschlag- 3mm Frässtift
Spezialfälle und Probleme beim Fräsen, Kern ziehen

Vielen Dank an die Ausbilder Christian Seibt und Martin Renz, die Ihr Fachwissen sehr gut weitergegeben haben.

 

 

    

   

     

ZAW wieder Einsatzbereit – Umbau der Zentralwerkstatt Atemschutz

Mittwoch 22.02.2016
ZAW wieder Einsatzbereit

Noch fehlen die Fenster und die Türen in der Trennung für den Schwarz/Weißbereich, dennoch ist die ZAW nun wieder voll Einsatzfähig. Nach 2 Tagen intensiven Reinigen, Ein- und Umräumen und Aufbau des neuen Regal im Lager / Abholbereich, ist nun alles wieder in Betrieb. Die Abläufe können nun optimiert und neu organisiert werden.


Neues Lager und Abholbereich für die fertigen Atemschutzgeräte                                                  „Weiß-Bereich“ der ZAW – Im Hintergrund befindet sich der „Schwarz-Bereich“

 

Freitag 17.02.2017
Endspurt für den Umbau der Zentralwerkstatt Atemschutz….

Die Wände sind fertig und verspachtelt und geschliffen. Nun kommt noch der Farbanstrich und kleinere Arbeiten von Fliesenleger und Elektriker. Am Montag wird die ZAW dann
wieder ihren gewohnten Betrieb aufnehmen. Wir danken allen Handwerkern die es ermöglicht haben das Projekt in der vorgegeben Zeit umzusetzen!
Ein „Danke“ auch an die Feuerwehren, die in den letzten zwei Wochen etwas mehr Geduld aufbringen mussten und für das Verständnis das uns entgegenbracht wurde.

Donnerstag 09.02.2017
Die Zwischenwände und Trennwände werden eingebaut.
 

 

Die Zentralwerkstatt Atemschutz (ZAW) der Feuerwehr Geislingen wird erneuert. Um die Trennung der gebrauchten, kontaminierten und den geprüften, sauberen Atemschutzgeräte zu gewährleisten, wird eine sogenannte Schwarz/Weißtrennung vollzogen. Ebenfalls wird die Lagerung und die Abholung der fertigen Atemschutzgeräte verbessert.
Hierzu wird ein Teil der vorhandenen Kleiderkammer abgetrennt und zur vorhandenen Atemschutzwerkstatt hinzugenommen. Die vorhandene Wand zwischen  ZAW und Kleiderkammer wird entfernt. Somit wird der „weiß“ Bereich etwas vergrößert und ein neuer Bereich zur Lagerung und Abholung der Atemschutzgeräte geschaffen.

 

 

 

Angriff auf Einsatzkräfte – Umdenkprozess nötig

Geplante Strafrechtsverschärfung: DFV mahnt präventive Maßnahmen an

„Eine Vielzahl der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in Deutschland hat schon einmal Erfahrungen mit gegen sie gerichteter Gewalt gemacht. Wir begrüßen grundsätzlich die geplante Strafrechtsverschärfung. Diese reicht aber nicht aus, da wir zudem einen Umdenkprozess in der Bevölkerung schaffen müssen. Daher braucht es präventive Maßnahmen, um Gewalt gegen Einsatzkräfte zu verhindern“, bewertet Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), den nun durch das Kabinett beschlossenen Gesetzesentwurf.

Der Entwurf sieht vor, dass der Schutz von Feuerwehrangehörigen verbessert wird: Der tätliche Angriff auf diese soll als selbstständiger Straftatbestand mit einem verschärften Strafrahmen einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ausgestaltet werden. Kräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste sind Vollstreckungsbeamten damit hierbei gleichgestellt. „Der neue Straftatbestand verzichtet für tätliche Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte auf den Bezug zur Vollstreckungshandlung. Damit werden künftig tätliche Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte auch schon bei der Vornahme allgemeiner Diensthandlungen gesondert unter Strafe gestellt“, heißt es im Gesetzesentwurf. Paragraph 115 StGB soll künftig auch den Schutz der Feuerwehrangehörigen regeln.


Deutscher Feuerwehrverband e.V.

Notruftag am 11. Februar 2017

Notruf 112: Dran bleiben rettet Leben

500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. „Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Man sollte es kaum glauben, aber manchmal übermannt Anrufer einfach die Aufregung. Sie legen dann zum Beispiel sofort wieder auf, nachdem sie nur schnell gemeldet haben, dass es bei ihnen brennt“, so Hachemer. Er beruhigt die potenziellen Anrufer: „Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze merken, um einen hilfreichen Notruf abzusetzen. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Da lautet die ganz einfache Devise: Dran bleiben. Da erhält man auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann.“ Sein Fazit: „Notrufe sind keine Hexerei, dafür aber Lebensretter – und das in ganz Europa!“

 

Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Auch in sämtlichen Handynetzen führt sie zur zuständigen Notrufzentrale. Der DFV informiert anlässlich des europäischen Notruftags über die einheitliche Nummer:

  • Der Hintergrund: Dienstreise, Urlaub oder einfach so: Die Mobilität innerhalb Europas ist hoch; eine EU-weit einheitliche Notrufnummer also sehr sinnvoll. So müssen die Bürger sich statt mehrerer Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen überall adäquate Hilfe!
  • Der Anruf: Die Notrufnummer 112 kann von überall her erreicht werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Beim Handy muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein.
  • Die Kosten: Das Gespräch über die Notrufnummer ist immer kostenlos!
  • Die Antwort: Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch; in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.


Deutscher Feuerwehrverband e.V.