Übungsdienst mit Überraschung

Für die Jugendlichen hatte der letzte Übungsdienst ganz normal um 18:00 Uhr begonnen. Während eine Gruppe in der Feuerwache blieb, um dort die Grundlagen der Ersten Hilfe mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes zur erlernen, ging es für die andere Gruppe ins Stadtgebiet zum Funkspiel. Hier war nicht nur der richtige Umgang mit dem Funkgerät gefordert, sondern auch die Orientierung mit Hilfe eines Stadtplans, welchen die Jugendlichen mit auf den Weg bekamen. Um 19:30 Uhr trafen sich die beiden Gruppen wieder zu einer Überraschung auf der Feuerwache. Ein Feuerwehrkamerad der aktiven Wehr kam mit seinem neu gebauten Wrap-Stand vorbei und versorgte die Jugendlichen und deren Ausbilder mit frisch gemachten Wraps. Hier gab es nicht nur die alt bekannten Beläge, sondern auch frische Variationen mit Linsen oder Gemüse. Für die gelungene Überraschung bedankt sich die Jugendfeuerwehr herzlich für die zahlreichen und leckeren Wraps bei unserem Kamerad Frank Pressmar.

„Monday is Funday“ 2017

Endlich! Monday is Funday stand auf dem Übungsplan. Das „Highlight“ , kurz vor den Sommerferien, gemeinsamer Übungsdienst der Jugendfeuerwehr und der Aktiven.

An diesem Montag stand das ganze unter dem Motto – „Wasserrettung“. In gemischten Teams aus „Alt“ und „Jung“, war Schlauchboot fahren um die Wette angesagt. Auch eine Personenrettung aus Gewässer , als besondere Aufgabe, wurde durch eine Bootsbesatzung gemeistert. Zur Überraschung stellte sich bei der „Rettungsübung“ heraus, dass es sich bei der geretteten Person, es sich um den Oberbürgermeister Frank Dehmer handelte.
Bei gegrillten Würsten und Steaks war es ein toller Abend für Jung und Alt wie man an den Bilder erkennen kann!

          
Pressebericht der GZ-Online
Bildergalerie

Bericht der Geislinger Zeitung – Geislinger Jugendfeuerwehr ist ein Erfolgsmodell

 Bericht von Jochen Weis – Geislinger Zeitung

Die Geislinger Jugendfeuerwehr hat einige Jährchen auf dem Buckel. Genauer gesagt: muntere 30 Jährchen. Was der ideale Anlass ist, es mal bei einer Geburtstagsfeier ordentlich krachen zu lassen. Und zwar schon am kommenden Samstag beim Tag der offenen Tür bei der Geislinger Feuerwache. Wo sonst die Großen die Hauptdarsteller sind, bekommt diesmal der Nachwuchs eine große Bühne, um sich zu präsentieren. An insgesamt fünf Stationen zeigen die Schützlinge von Jugendleiter Fabian Bühler und seines Ausbilerteams, was sie so alles drauf haben. Personenrettung mit der Drehleiter, Küchenbrand, Notfall-Türöffnung, Befreiung einer eingeklemmten Person und Gefahrgut-Einsatz bei einer unbenannten auslaufenden Flüssigkeit: Das sind die Aufgaben, denen sich die Truppe mit Unterstützung der Aktiven stellt – und damit anderen Kindern und Jugendlichen Lust macht, bei den 14-tägig stattfindenden Übungsabenden vorbeizuschauen, „wir freuen uns immer über neue Mitglieder“, sagt Bühler.

Dabei könnte er den Tag der offenen Tür eigentlich ganz entspannt angehen. Während andern­orts viele Vereine unter Nachwuchssorgen leiden – laut einer Studie des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung aus dem Jahr 2012 betrifft das 60 Prozent aller Vereine in Deutschland – erfreut sich die Geislinger Jugendfeuerwehr auch nach 30 Jahren ungebrochen großer Beliebtheit. „Wir haben aktuell 31 Jungs bei der Jugendfeuerwehr“, sagt Bühler, „außerdem inzwischen sieben Mädchen, so viele wie noch nie“.

Um den Nachwuchs bei der Stange zu halten, legt sich die Abteilung mächtig ins Zeug. „Wir haben da schon einmal eine tolle Unterstützung durch die Stadt, die einen Busdienst bezuschusst, mit dem wir unsere Jungen aus den Stadtbezirken zu den zentralen Übungsabenden in der Feuerwache abholen und wieder heimbringen“, erzählt Bühler.

Bei den Übungsabenden kümmert sich Bühler mit zehn weiteren Ausbildern um die künftigen Feuerwehrmänner und -frauen. Wichtig, sagt Bühler, ist vor allem die richtige Mischung aus Spaß und Lernen. „50 Prozent macht die allgemeine Jugendarbeit aus, das heißt gemeinsame Unternehmungen, Spiele, Sport, Filmabende und so weiter“, sagt Bühler, „Ziel ist es, das Miteinander, die Teamfähigkeit zu fördern. Die ist später eine unabdingbare Voraussetzung bei Rettungseinsätzen. Man muss sich aufeinander verlassen können“.

Die anderen 50 Prozent drehen sich um die Feuerwehrtechnik, das eigentliche Handwerk. Dafür hat die Jugendfeuerwehr sogar ein eigenes Löschfahrzeug, ein komplett ausgerüstetes LF 8, welches die Abteilung vor fünf Jahren zum 25. Jubiläum bekommen hatte. „Je fundierter die Ausbildung ist, desto einfacher wird der Übergang zu den aktiven Feuerwehrmännern“, sagt Bühler. Damit nicht alles bloßes Pauken bleibt, gibt es einmal im Jahr eine große Sommerübung, im Vorjahr beispielsweise Löschangriff auf einen Flächenbrand bei Hofstett.

Wobei ein vermeintlicher Nachteil der Jugendfeuerwehr sogar zum Vorteil wird: Die Altersspanne der Mitglieder reicht von zehn bis 17 Jahren, entsprechend unterschiedlich ist bei ihnen der Stand der körperlichen Entwicklung und damit Leistungsfähigkeit. „Die Jüngeren können zum Beispiel noch nicht alleine die schweren Schlauchträgerkörbe schleppen, Strahlrohre halten oder schweres technisches Gerät wie Spreizer bedienen“, erklärt Bühler, „aber sie können Erste Hilfe leisten, was ja auch zu unserer Ausbildung gehört, oder den Funk übernehmen“. Kurzum: Jeder wird seinen Möglichkeiten entsprechend eingesetzt. Die Älteren helfen den Jüngeren, sind deren Mentoren, leiten sie an, gehen ihnen bei Bedarf zur Hand. Jede neue Generation wächst über die Jahre in diese Rolle hinein. „Die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Gesellschaft einzusetzen“, sagt Bühler. Eine Entwicklung, die nachhaltig ist: „Seit ich Jugendleiter bin – das ist seit 2013 – sind pro Jahr zwei bis drei Jugendfeuerwehrleute zu den Aktiven gewechselt. Und alle sind noch dabei.“

Genau das ist auch der Ansporn für Bühler und sein Ausbilderteam, künftige Generationen an Feuerwehrmännern und -frauen zu formen. „Wenn wir sehen, mit welch großem Engagement, mit welchem Enthusiasmus unsere Jungen und Mädchen bei der Sache sind, dann ist das eine mehr als schöne Entschädigung für den großen zeitlichen Aufwand, den wir bei unserer Aufgabe haben.“

Info Der Tag der offenen Tür bei der Geislinger Feuerwehr sowie beim benachbarten Polizeirevier beginnt um 11 Uhr. Außer den Vorführungen hat die Jugendfeuerwehr eine Ausstellung über die Entwicklung der Abteilung in den vergangenen 30 Jahren organisiert.