Für Betriebe

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Die Übertragung von Brandmeldungen aus Brandmeldeanlagen zur Alarmierungsstelle der Feuerwehr Geislingen ist zulässig, wenn diese Anlagen im Einvernehmen mit der Feuerwehr Geislingen unter Beachtung der Norm DIN 14675 (Brandmeldeanlagen – Aufbau und Betrieb) errichtet und betrieben werden.

Die an Aufbau und Betrieb einer BMA zu stellenden Mindestanforderungen müssen durch Absprachen zwischen dem Auftraggeber und den zuständigen Stellen eindeutig geklärt und festgelegt werden, z. B. Bauaufsichtsbehörde (bauordnungsrechtliche Auflagen), Brandschutzdienststelle (feuerwehrspezifische Bestimmungen), Versicherer (feuerversicherungstechnische Klauseln). Hierzu sind, soweit erforderlich, festzulegen:

  •  Sicherungsbereiche und Überwachungsumfang
  • Alarmierungsbereiche: Angaben über Art und Umfang der Alarmierung
  • Brandmelderzentralen: Leistungsmerkmale, Standort, Anordnung, Zugänglichkeit
  • Steuerungen von Feuerschutzabschlüssen, Löschanlagen, Betriebseinrichtungen
  • Alarmorganisation des Betreibers, Brandschutzbeauftragte, eingewiesene Personen, hilfeleistende Kräfte des Betreibers, Alarmpläne, Vorgaben der Brandschutzdienststelle zu Aufbau und Inhalt der Feuerwehr-Laufkarten
  • Alarmierung der Feuerwehr
  • Feuerwehrpläne, Anfahrtsmöglichkeit von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr, Lage des Feuerwehrhauptzugangs und der sonstigen Feuerwehrzugänge
  • Gebäude-/Raumnutzung sowie Angaben über Staub, Wärme, Strahlung usw.
  • Standort, Anordnung, Zugänglichkeit der Erstinformationsstelle

Diese Mindestanforderungen können auch die Notwendigkeit einer Abnahme (z. B. durch die Brandschutzdienststelle) und/oder baurechtliche Prüfungen durch behördlich anerkannte Sachverständige einschließen.

Da die Planung einer BMA von den Anforderungen der Abnahmestelle abhängen kann, ist es wichtig, dass diese so früh als möglich mit einbezogen wird.

Die Ergebnisse der Absprachen zu den Mindestanforderungen für das Konzept der BMA sind in geeigneter Weise zu dokumentieren. Die Dokumentation ist als Grundlage für die Planung nach Abschnitt 6 DIN 14675 zu erstellen. Die Verantwortlichkeit für das Konzept der BMA und für die Vollständigkeit und Genauigkeit der Dokumentation liegt beim Auftraggeber der BMA, der für die Konzepterstellung und die Dokumentation eine Fachfirma beauftragen kann.

Der Auftraggeber (oder sein Vertreter) und/oder die kompetente Fachfirma, die für das Konzept der BMA und die Dokumentation zuständig sind, müssen ausreichend theoretische und praktische Kenntnisse zu deren Erarbeitung besitzen. 

 Brandschutz in Betrieben – Brandschutzunterweisung

Der Arbeitgeber hat entsprechend seinen Pflichten nach dem Arbeitsschutzrecht entsprechend der Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten sowie der Zahl der Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten erforderlich sind. Dabei hat er der Anwesenheit anderer Personen Rechnung zu tragen. Er hat auch dafür zu sorgen, dass im Notfall die erforderlichen Verbindungen zu außerbetrieblichen Stellen, insbesondere in den Bereichen der Ersten Hilfe, der medizinischen Notversorgung, der Bergung und der Brandbekämpfung eingerichtet sind.

diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der benannten Beschäftigten müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten und zu den bestehenden besonderen Gefahren stehen.

Vor der Benennung hat der Arbeitgeber den Betriebs- oder Personalrat zu hören. Weitergehende Beteiligungsrechte bleiben unberührt. Der Arbeitgeber kann die genannten Aufgaben auch selbst wahrnehmen, wenn er über die erforderliche Ausbildung und Ausrüstung verfügt.

 die Beschäftigten über die bei ihren Tätigkeiten auftretenden Gefährdungen sowie über die Maßnahmen zu ihrer Abwendung vor Aufnahme der Beschäftigung sowie bei Veränderung des Tätigkeitsbereiches und danach in angemessenen Zeitabständen, mindestens jedoch einmal jährlich, zu unterweisen.

Diese Unterweisung muss auch Maßnahmen gegen Entstehungsbrände und Explosionen sowie das Verhalten im Gefahrenfall (z. B. Gebäuderäumung) einschließen. Die Unterweisung ist zu dokumentieren.

Vorbeugender Brandschutz

Aufgaben des Vorbeugenden Brandschutzes:

  • Beratung von Bauherren, Architekten und Fachplaner bei der Planung von Neu- und Umbauten und bei Nutzungsänderungen in allen Fragen des Brandschutzes.
  • Stellungsnahmen zu Bauvorhaben
  • Brandschutztechnische Kontrolle bei Veranstaltungen.
  • Unterstützung von Kindergärten und Schulen bei der Brandschutzerziehung.