Noch auf der Rückfahrt, vom vorherigen Einsatz, kam ein weiterer Einsatz für die Feuerwehr Geislingen. Dieser Einsatz sollte sich über fast 20 Stunden hinziehen.
Aufgrund der Schneeschmelze und des andauernden Regens, ergossen sich von den Siebenquellen Sturzbäche zur Konrad-Adenauer-Straße hinab. Da mitgerissenes Geröll, Laub und Äste alle Ablaufschächte im Wohngebiet verstopften, drohten die Wassermassen in die Garagen und tiefergelegenen Gebäuden einzudringen. Als Ursache des Hochwassers konnte schnell eine Verstopfung im Einlaufbauwerk der Siebenquellen ausgemacht werden. In diesem Einlaufbauwerk befindet sich ein Rohr mit einem Durchmesser von einem Meter, dass das Wasser abwärts bis zur Eyb führt. Vor diesem Einlauf befindet sich ein Metallgitter welches größeres Treibgut abhält. Trotzdem konnte sich in der Vergangenheit Treibgut, in dem 5-6 Meter tiefen Einlaufschacht, ansammeln. In der Nacht zum Sonntag war der Ablauf endgültig verschlossen. Um an das verstopfte Rohr heranzukommen, musste der Schacht durch die Feuerwehr leergepumpt werden. Dieses Unterfangen erwies sich als äußert schwierig, weil die Pumpen den nachfließenden Wassermassen nicht gewachsen waren.
Paralell zu den Pumparbeiten sorgten Einsatzkräfte mit Sandsäcken dafür, dass sich das Wasser nicht in den Kellern der Häuser sammelte. Gleichzeitig wurde mit mehreren Schlauchleitungen das aus dem Einlaufbauwerk gepumpte Wasser rund 100 Meter weiter bergabwärts in einen Kanal geleitet.
In den späten Nachmittagsstunden versagten zwei Tragkraftspritzen der Feuerwehr nach stundenlangem Einsatz im schmutzigen Wasser ihren Dienst. Erst die vom THW aus Ostfildern hinzugezogenen leistungsstarken Pumpen konnten den Schacht nahezu trockenlegen. Mit einem Presslufthammer der Firma Rapp konnte dann die etwa 20 bis 25 cm dicke Kalkschicht aufgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits 21:45 Uhr.
Gegen 17 Uhr wurden die bisher eingesetzten Einsatzkräfte, die bis dahin schon 12 Stunden im Einsatz waren, gegen Kräfte aus Weiler und Eybach ausgetauscht. Einsatzende konnte um 00:30 Uhr gegeben werden.
Ein "Danke" geht an das THW Geislingen und Ostfildern für die gute Zusammenarbeit und für die Gulaschsuppe. Ein weiteres Dankeschön geht an die Anwohner, die Frauen der Wehrmänner und an Herrn Maichle für die Versorgung der Einsatzkräfte während des Einsatzes.